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FASZINATION TÜRKEI

Vom Bosphorus bis Kappadokien

10.09.-17.09.2005

VIELE TAUSEND JAHRE ERDGESCHICHTE
Nur wenige Urlaubsregionen haben ihren Besuchern so viel zu bieten wie Anatolien: Fasziniert kann man feststellen, wie die Erdgeschichte die Küste verändert hat. Wo einst antike Ruder- und Segelschiffe das Meer durchpflügten, erstrecken sich heute fruchtbare Ebenen und Lagunenlandschaften. In den unzähligen Buchten sind pittoreske Hafenstädtchen und stetig neue Jachthäfen entstanden. So hat die Küste ihr Gesicht verändert, doch noch immer stößt der Reisende allerorts auf grandiose Denkmäler griechisch-römischer Geschichte.
Orte wie Ephesus vermitteln auf eindrucksvolle Weise den Alltag antiker Städte. Hervorragend erhaltene Felsensiedlungen zeugen vom Leben in den unterirdischen Städten und fantastische Märchenlandschaften repräsentieren die ganze Kreativität der Natur.
Schließlich - und diese Eindrücke gehören sicherlich zu den nachhaltigsten - lernt man die Türken in ihrer Heimat und in ihrer eigenen Kultur kennen. Man entdeckt Städte mit Moscheen, Badehäusern und Basaren, eingebettet in historische Bauten und modernste Architektur. Und überall erfährt man würdevolle Hilfsbereitschaft und überwältigende Gastfreundschaft.

       Kusadaşi / Ephesus                     

Kusadaşi liegt zwischen zwei Flüssen, direkt gegenüber der griechischen Insel Samos. Die pittoreske Hafenstadt blickt auf eine zweitausendjährige Geschichte zurück und verbindet Tradition und Moderne in eindrucksvoller Weise harmonisch miteinander: Im Jachthafen, der zu den ältesten der Ägäisküste zählt, legen heute täglich Luxus-Kreuzfahrtschiffe an, deren Lichter nachts zu funkelnden Pailletten auf dem Abendkleid der Stadt werden.

Ephesus Nur wenige Städte gestatten einen so lebendigen Einblick in die antike Lebensweise wie Ephesus. Luxuriöse Badeanlagen, eine Bibliothek und ein Theater mit 24.000 Sitzplätzen zeugen vom Wohlstand, den die Siedlung tausend Jahre lang genoss. In römischer Zeit war die reiche Handelsstadt mit ihrem florierenden Hafen Hauptstadt der Provinz Asia - mit zeitweise über 200.000 Einwohnern. Der berühmte Artemis-Tempel - eines der sieben Weltwunder - galt bis in die christliche Zeit als eine der wichtigsten Kultstätten im ganzen östlichen Mittelmeerraum. Ephesus spielte aber auch in der Geschichte des Christentums eine bedeutende Rolle: Hier lebte Paulus für drei Jahre, hier wirkte der Apostel Johannes und sogar Maria hat sich nach Jesu Tod in Ephesus aufgehalten.

Das große Theater

Die Celsus Bibliothek

Die Herakles Pforte

Der Hadrian Tempel

Die Isabey Moschee

Grab des Heiligen Johannes

Die Kirche des Heiligen Johannes

Das archeologische Museum


          Pamukkale / Bodrum                       

Pamukkale bietet dem Anreisenden ein seltsames, ja fantastisches Bild: Am 100 Meter hohen Steilufer des bereits in der Antike bekannten Flusses Lykos zeichnet sich ein breites Gebilde ab, das sich beim Näherkommen in Hunderte von weißen muschel- und halbkreisförmigen Sinterterrassen auflöst. Dieses Kunstwerk ungezählter schneeweißer mit dunkelblauem Wasser gefüllter Becken könnte kein Bildhauer schöner gestalten. Zu Recht wurde Pamukkale von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Diese fantastischen Kalksteinterrassen, für die Denizli so berühmt ist, bewundert man am besten in den Abendstunden von einer Aussichtsplattform aus, wenn alle Besucher längst Pamukkale verlassen haben. Dann lässt man den Blick über die menschenleere Traumlandschaft schweifen. Nachdem sich das Naturkunstwerk zunächst in zarte Rosatöne und dann in silbrigen Mondschein gehüllt hat, wird das Naturschauspiel zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Am südwestlichsten Zipfel der türkischen Ägäis liegt Bodrum, ein beliebtes Hafenstädtchen. Der malerische Ort mit seinen schneeweißen Häusern, die über und über mit lila Bougainvillea geschmückt sind, lockt vor allem Segler an. In den Buchten ankern elegante Luxusjachten, und im Hafen ragen unzählige Masten in den makellos blauen Himmel. Vor dieser pittoresken Kulisse erhebt sich das Wahrzeichen Bodrums: Das im 15. Jahrhundert von den Johannitern erbaute Kastell Sankt Peter.

Ankunft im Hafen von Bodrum

Weiße Terrassen in Pamukkale (1)

Weiße Terrassen in Pamukkale (2)

Einzigartige weiße Formationen in Pamukkale (Unesco)

Weiße Terrassen in Pamukkale (3)

Weiße Terrassen in Pamukkale (4)

Sonnenuntergang in Bodrum

Bodrum bei Nacht vom "The Marmara-Hotel" aus betrachtet


         Kappadokien                        

Die geologische Anlage von Kappadokien ist das Resultat zweier Naturgewalten. Zum einen ist es die dauerhafte Aktivität der Vulkane und zum anderen die aus Wind, Regen und Sonneneinstrahlung folgende Erosion. So ist in jahrmillionenlangen Prozessen eine unwirkliche Tufflandschaft entstanden, die man auf keinem anderen Erdteil sieht. Feenschornsteine, Felsnadeln und in Fels gehauene Siedlungen, die wie Taubenschläge anmuten, bilden eine Kulisse, die an einen modernen Fantasyfilm erinnern könnte. Dabei handelt es sich um uralte Zeitzeugen. Denkmäler der Natur und der Geschichte der Menschen, die in diesem Gebiet lebten. Kayseri war einst die für Mittelanatolien wichtigste Stadt und deshalb immer wieder Schlachtfeld erbitterter Gebietskämpfe. In ihrer langen wechselvollen Geschichte stand sie unter assyrischer, medischer, mazedonischer und persischer Herrschaft bis sie 1515 vom osmanischen Reich annektiert wurde.
Mustafapasa, ehemals Sinasos, zeichnet sich durch seine außergewöhnliche, griechisch beeinflusste Architektur aus. Die feinen Verzierungen der Häuser rund um Türen und Fenster findet man in derart handwerklicher Perfektion nur hier.
Die Stadt Ürgüp war das religiöse Zentrum des byzantinischen Reichs. 1515 wurde sie in das osmanische Reich eingebunden. Im 18. Jh. unterstellte sie Sultan Ahmet III der Stadt Nevjehir, dem Geburtsort seines Schwiegersohns - damit verlor Ürgüp seine führende Stellung. Heute nimmt die Stadt wieder eine wichtige, aber vollkommen andere Position ein: Für zahlreiche Türkeireisende ist Ürgüp Ausgangspunkt für Ausflüge in die fantastischen Tufflandschaften der Umgebung. Das außergewöhnliche Felsenhotel „Yunak Evleri" besteht aus sechs Felsenhäusern mit insgesamt 27 privaten Höhlenräumen, deren Ursprung bis ins 5. Jh. zurückreicht. Zentrum dieser einzigartigen Anlage ist das griechische Haupthaus aus dem 19. Jh. Von hier aus führen verschlungene, in Stein gehauene Wege zu den Unterkünften. Alle Felsenräume sind perfekt ausgebaut und renoviert. Sie besitzen jeweils eine eigene Terrasse und wurden mit liebevoll ausgesuchten Antiquitäten und kostbaren Teppichen im ottomanischen Stil eingerichtet. Hier bekommt der Gast ein echtes Gefühl für das Leben in den berühmten Felsensiedlungen.
Die unterirdische Stadt Kaymakli soll zwischen dem VI. und X. Jahrhundert gegen persische Überfälle gebaut worden sein. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 2,5 Quadratkilometern und besitzt etwa sieben bis acht Stockwerke. Die vier heute zugänglichen Stockwerke dieser Labyrinth ähnlichen Stadt mit Wohnräumen, Küchen, einer kleinen Kirche und Mönchsgräbern veranschaulichen, wie die Menschen hier gelebt haben.
Das Zelve-Tal zeigt eines der fantastischsten Landschaftsbilder Kappadokiens.

Berglandschaft in Kappadokien

Bizarre Formationen, wohin das Auge schaut

Im das Freilicht-Museum von Zelve

Unser Hotel in Ürgüp

Das Gebiet von Kappadokien (Unesco)

Schematische Darstellung der unterirdischen Stadt Kaimakli

Typische Gesteinsformationen in Kappadokien

Reflexion des Sonnenuntergangs in bizarrer Landschaft


 


 
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